Die Abtei entdeckenVon aussen Beim Verlassen des Parkplatzes der Kirche entdeckt man mit dem schönsten Blickwinkel, von Süden her, die Abtei in ihrer Ganzheit.
In der Mitte des Ausblickes, zwei konzentrische Achtecke, das grössere (1), das sich auf zwei Niveaus entwickelt und aus der Masse des äußeren Achtecks hervortritt, die zentrale achteckige Trommel (2), die ein Dach in acht dreieckigen Teilen (3) schützt und unter dem Dachfirst zusammenläuft.
Nach der christlichen Tradition muss jede Kirche nach dem Heiligen Land ausgerichtet sein; und da eine achteckige Kirche, wo alle Elemente im Vergleich zur senkrechten Achse symmetrisch sind, nicht ausgerichtet sein kann, musste man auf westlicher Seite einen von einem Satteldach (in zwei Teilen) überragten Kirchturm-Portalvorbau (4) hinzufügen und auf der Ostseite ist ein Chor von quadratischem Riss (5) und auf zwei Niveaus angelegt. So der primitive Plan des Gebäudes.
In der Folge sind zwei gotische Kapellen an das Achteck auf beiden Seiten des Chores angeschlossen worden.
Im 15. Jh. die Kapelle des Heiligen Kreuzes (6), erbaut, um die Reliquien des Kreuzes Christi zu empfangen, einem Geschenk der Abtei von Muri, die von Radebot, dem Bruder von Rudolf gegründet wurde und im 16. Jh. die Kapelle der Stiftsdamen (7), höherragend, wo die Adeligen Damen ihre Gottesdienste vollzogen.
In einem harmonischen Schwung versammeln sich alle äußeren Elemente und streben dem zentralen Achteck zu.
Man findet alle Teile der Kirche auf dem Plan hier gegenüber :
1. Äußeres Achteck
2. Zentrales Achteck
3. Kirchturm-Portalvorbau
4. Chor
5. Kapelle vom Heiligen Kreuz
6. Kapelle der Stiftsdamen
7. Sakristei
Die Verzierung bleibt sehr schlicht, allein das romanische Bogenwerk eines lombardischen Streifens (1) krönt die zentrale Trommel, ein sehr früh in den Rheinländern von den aus der Lombardei kommenden Maurern verbreitetes Dekor.
Während einer Restauration im 19. Jh. ist ein schweres Gesims (2) hinzugekommen, das die Puristen als ungeschickten Zusatz bezeichnen, weil ursprünglich nicht vorhanden.
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Die sehr dunkle Kirche war nur von den acht kleinen Fenstern mit gewölbten Bogen des zentralen Achtecks erhellt.
Um die Helligkeit - immer noch im 19. Jahrhundert - zu verbessern, sind auf dem zweiten Niveau des äusseren Achtecks mehrere breite Zwillingsfenster und auf dem niedrigeren Niveau Fenster mit Senkbogen, sog. Korbbogen, geöffnet worden.
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Rechts von der Abtei, die Gebäude und die Kapelle des Klosters St Anne, die im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut und von den letzten Benediktinerinnen und von der Gemeinschaft der Diener von Jesus und von Maria belegt sind. Linker Hand das ehemalige Gästehaus, das den Stürmen der Revolution entgangen war und kürzlich restauriert wurde. Es hat seine ursprünglichen Aufgaben wiedergefunden: den Empfang der Besucher und der Durchgangsgäste. |
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