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Die Schicksalsschläge des Klosters
Eine päpstliche Bulle, die Konflikte zwischen den Habsburgern und dem Bischof von Basel erzeugte

Die Geschichte des Dorfes und seiner Abtei verschmelzen miteinander im Laufe der Jahrhunderte. Sie ist von Zeiten des Wohlstandes aber auch durch viele Stürme und Kummer geprägt, die mehr als einmal ein Überleben gefährdeten.

Als Leo IX 1049 die Abtei von Ottmarsheim weiht, verleiht er ihr eine päpstliche Bulle (Brief mit dem Siegel des Papstes), die bestimmt, dass sie unter alleiniger Autorität des Heiligen Stuhls steht
Der Bischof von Basel, dessen religiöse und weltliche Autorität über den Süden des Elsass waltet, akzeptiert nur schwerlich diese Beeinträchtigung seiner eigenen Macht, den Verlust seines Gerichtsbarkeitsrechts, die freie Wahl der Äbtissin, ebenso wie den Verlust von gewissen Vorteilen, bedingt durch seine bischöflichen Aufgaben im Zusammenhang mit den Habsburger Besitztümern von Ottmarsheim.

1063 bestätigt Kaiser Heinrich IV der Witwe Rudolfs die mit der Abtei verbundenen Privilegien.



1153 erneuert Eugen III der Äbtissin Evanhilde diese Vorrechte. Im Manuskript hier gegenüber erkennt man den Namenszug des Papstes Eugen, weiter entfernt, den von Evanhilde, der Äbtissin des Klosters Heilige Maria von Otmersheim und hier unten das Siegel des Papstes Eugen III.
So sind die ersten Jahrhunderte in der Geschichte der Abtei von teilweise heftigen Konflikten zwischen den Habsburgern und dem Bischof von Basel geprägt.







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