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Diese stürmische Geschichte hat uns ein bemerkenswertes Monument überliefert
Auf einem originalen, zentrierten Grundriss, einem Achteck, erbaut


Der Plan der Kirche, einem lateinischen Kreuz nachgebildet, ist von der Mehrheit der christlichen Gemeinden, nach offizieller Anerkennung des Christentums, 313 n.Chr. durch den römischen Kaiser Konstantin, beim Bau ihrer Kultstätten übernommen worden. Und über die Epochen hinaus haben alle Stilformen, ob romanisch, gotisch, barock, klassisch und sogar modern, diesen Plan meistens respektiert.

Seit den ersten Bauten jedoch erscheint auch der zentrierte Grundriss, aber seltener einer, wo alle Bestandteile des Bauwerks gemeinsam einer Mitte zustreben: einem Quadrat, Bild der Erde mit seinen vier Elementen (Wasser, Erde, Luft, Feuer), ihrer vier Jahreszeiten und ihrer vier Himmelsrichtungen, einem Kreis, die Vision der Vollkommenheit des Himmels und des Paradieses, einem Achteck, das die sieben Tage der Schöpfung und den achten Tag der Wiederauferstehung, den Ausdruck von Ewigkeit darstellt.

Dieser Grundriss war im Allgemeinen kleinen Bauwerken vorbehalten, einem einer wichtigen Persönlichkeit gewidmeten Grabmal (König, Kaiser, Adliger, Ordensmitglied), einer Taufkapelle, einem Oratorium und später einem Ort gewöhnlicher Verehrung.

Dieser zentrierte Grundriss erscheint zum ersten Mal im Mittleren Orient, in Palästina, an der Stelle vom Grab des Christus, der Rotunde des Heiligen Grabmales von Jerusalem. In Byzanz, heute Konstantinopel steht die Basilika der hl. Sophie. Dann führen die byzantinischen Kaiser diesen Plan im Westen ein, in das wiedereroberte Norditalien. Hier steht die Kirche des hl. Vitale von Ravenna nach einem achteckigen Plan gebaut und 547 geweiht.




Kaiser Karl der Grosse, der nach dem Ruhm eines römischen Kaiser strebt, lässt sich von diesem Meisterwerk der byzantinischen kaiserlichen Architektur inspirieren, um die Pfalzgräfliche Kapelle seiner Hauptstadt Aachen zu bauen. Letztere wird zum Vorbild der christlichen Kunst, ganz besonders unter der Herrschaft der Ottonischen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen, und wird so in Europa oftmals imitiert.



Ausschnitt zum Vergleich der Heiligtümer von Aachen links
und Ravenna rechts

Und da die Aachener Pfalzgräfliche Kapelle als die schönste christliche Kirche gilt, wird sie auch zum Vorbild für Rudolf von Altenburg beim Bau der Abtei von Ottmarsheim. Alle Kirchen des 9. â?? 10. Jh., bis in die Anfänge des 11. Jh. und Ottmarsheim desgleichen werden später von den Kunsthistorikern als präromanische oder Ottonische Kirchen bezeichnet.

Selten sind in Frankreich die Kirchen, die einen achteckigen Plan besitzen und die Abtei von Ottmarsheim ist die einzige im Elsass.

Hier liegt ihre Besonderheit. Zwei kleinere elsässische Bauwerke haben auch einen zentrierten Plan, einen Kreis für den Rundbau der Taufkapelle St Ulrich von Avolsheim und ein Quadrat für die Kapelle St Margerite von Epfig übernommen




Vier Muscheln oder Kreise (um ein Viertel reduziert)
um einen zylindrischen Hochbau








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