Die Schicksalsschläge des KlostersDie Unglückswellen des Dreissigjährigen Krieges, die Abtei durch einen dritten Brand verwüstet Der Dreissigjährige Krieg, der die deutschen protestantischen Prinzen der kaiserlichen und katholischen Autorität der Habsburger gegenüberstellt, verwüstet von 1618 bis 1648 einen grossen Teil Europas. Das Elsass, Besitztum der Habsburger, leidet auf grausame Weise in diesem mörderischen Konflikt, als die Schweden, Alliierte der Protestanten und von dem über die Macht der Habsburger beunruhigten Frankreich unterstützt, das Elsass verheeren.
Die Stiftsdamen verlassen Ottmarsheim und flüchten nach Basel, während die Gebäude der Abtei geplündert werden und dem dritten Brand ihrer Geschichte zum Opfer fallen. Die Abtei ist ruiniert und die Kuppel ist in Gefahr einzubrechen.
Ludwig XIV veranlasst eine Schenkung von vier Dörfern in der Hardt und deren Einnahmequellen an die Stiftsdamen, die in ihr Kloster zurückgekehrt sind, um ihnen zu helfen die klösterlichen Gebäude und die Kirche wieder aufzubauen. In dem hier gezeigten Manuskript kann man oben lesen: â??Ludwig durch Gottes Gnaden, König von Frankreich und Navarraâ?? und am Ende seine Unterschrift.
Durch den 1648 unterschriebenen Westfälischen Vertrag wird das Elsass zunehmend dem Königreich Frankreich angeschlossen. So wird das südliche Elsass und somit auch die Abtei von Ottmarsheim dem Machteinfluss der Habsburger entzogen.