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Ottmarsheim, ein Paradox
Ein von der Natur benachteiligtes Dorf

Und auf diesem unfruchtbaren Erdstreifen, zwischen Hardtwald und Rhein, kaum 2 km breit, entsteht das Dorf Ottmarsheim, das zur Merowinger Zeit gegründet wird (6. â?? 7. Jh. n. Chr.) wie es die Entdeckung von merowingischen Grabstätten nördlich des Dorfes 1909 bestätigt.
Erstmals erwähnt, erscheint der Name â??OTHMARESHAIMâ?? in einem Manuskript der Abtei von Murbach, im Jahre 881 n.Chr. In einem früheren Dokument, aus dem Jahre 781, wird angegeben, dass der Abt Othmar von Sankt Gallen in der Schweiz â??Behausungen auf seinen Gütern am Ufer des Rheins nahe Kembs und Habsheim bauen lässt.



Hier liegt der Ursprung des Ortsnamens: â??Othmar-haimâ?? oder der Wohnsitz des Othmar.

Jahrhunderte lang bleibt Ottmarsheim ein bescheidenes Dorf kleiner Bauern, deren Einkommen durch den Fischfang im Rhein angereichert werden. Einige sollen sogar ihr Glück als Goldwäscher versucht und so den Rheinwassern eine magere Ernte an Goldklumpen entrissen haben.

Der Hauptstrasse des Dorfes entlang sind einige schöne Fachwerkhäuser dwohlhabender Bauern und Grundbesitzer aus dem 17. und 18. Jh. erhalten geblieben. Die Nebenstrassen beherbergen die sehr bescheidenen Häuschen der landwirtschaftlichen Tagelöhner von denen heute nur noch wenige bewahrt sind.



Und trotzdem, und hier liegt das Paradox, dieses sehr bescheidene Dorf, auf magerer Erde, wird zu einem der wohlhabendsten Dörfer des Elsass.









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