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Ottmarsheim, ein Paradox
In einer geologisch armen Region, auf unergiebigem Boden...

Vor 300 Millionen Jahren bilden Vogesen und Schwarzwald ein einziges Massiv über den später so genannten Rheingraben.



Während des Tertiär, vor 50 Mio. Jahren, erschüttert der Schub der benachbarten alpinen Faltung die alte ursprüngliche Scholle, die sich erneut erhebt und in ihrer Mitte zusammenbricht. Der Rheingraben zwischen Vogesen und Schwarzwald ist entstanden. Der Rhein macht sich sein Bett in diesem Graben und das fruchtbare Elsass erblickt das Licht der Welt.

Ludwig XIV selbst, auf seiner ersten Reise ins Elsass, nach dem Anschluss unserer Provinz an das königliche Frankreich, ruft überrascht beim Anblick der Elsass-Ebene aus: ."welch schöner Garten".



Dieses Bild des Wohlstands gilt es zu relativieren. In der Tat blühend, die niederen Hügel der Vogesen und ihre Weinberge, sehr fruchtbar, die schlammhaltige Ebene zwischen den Hügeln und dem Ill, einem Nebenfluss des Rheins

Aber darüber hinaus, gegen Osten, zwischen Ill und Rhein, auf den Sand- und Geröllablagerungen des Rheins, siedelt sich ein trockener Wald an, wenig Raum für einige schmale Fluren auf dünner Schicht bestellbarer Erde, entlang des Rheins bis zum Hardtwald.










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